PRAXIS

Zonenkinder Collective

Mit urbaner Kunst Freiräume schaffen


Es war Winter, es war bitter kalt und ungemütlich und zum Teil nur wenig Feuerholz vorhanden. Teils kamen kaum Interessierte, außer vielleicht ein paar Trinkinteressierte, die sich an kalten Wintertagen in die Jupi-Bar verirrt hatten, wo es auf Spendenbasis eine Vielzahl an Getränken gibt. Dennoch glaubten die Zonenkinder immer fest an ihr Projekt, an »ihr« Viertel und die Jupi-Bar. Und sie wurden nicht enttäuscht. Langsam sprach es sich herum und das Blatt begann sich nach und nach zu wenden. Die Nachricht von der Existenz eines Sketch-Corners in Hamburg verbreitete sich durch viele Kanäle – insbesondere durch die während der kreativen Abende des Sketch Corners entstandenen selbstgestalteten Plakate und Aufkleber sowie durch Mundpropaganda.

Sketch Corner Abend

Über einen längeren Zeitraum betrachtet lassen sich Dynamiken erkennen, die im Rahmen des Sketch-Corners »in die Gänge« kamen. Zeit und Aufwand lassen sich nicht berechnen und sollen sich auch nicht berechnen lassen. Doch etwas bewegt und Verantwortung übernommen zu haben, Teil einer zeitgenössischen urbanen Entwicklung und des Projekts Gängeviertel zu sein, erfüllt und macht nicht nur stolz, sondern vor allem glücklich und zufrieden.

Mehr Bilder vom Sketch Corner gibt es bei Flickr - einfach aufs Bild klicken.

D.I.Y und Stadtentwicklung

Aus Sicht des Zonenkinder Kollektivs benötigen moderne Städte vor allem das soziale Engagement vieler, Raum und Zeit für verantwortungsbewusste Denk- und kreative Handlungsweisen und Freiräume zur Entfaltung von Kreativität und Individualität jenseits ökonomischer Verwertungszusammenhänge. Die Entwicklung von der Industriegesellschaft zur Dienstleistungs- und hin zur Informations- und Wissensgesellschaft bedingt Strukturveränderungen in allen Lebensbereichen.

Die ganze Geschichte gibt es im Buch.

Über das Projekt

Die ZONENKINDER aus Hamburg sind ein kollektiver Zusammenschluss befreundeter Künstler, welche sich aktiv und auf besonders kreative Weise für die Balance im öffentlichen Raum einsetzen. Für sie ist die Stadt weder eine Marke noch ein Unternehmen. Die Stadt bleibt ein Gemeinwesen, welches es zu erobern und zu verteidigen gilt. So benötigen moderne Städte vor allem soziales Engagement und Freiräume für kreative Entfaltung, um lebenswert zu sein. Die ZONENKINDER lieben es, Spots zu entdecken und durch kreative Eingriffe Orte umzudeuten. Im Hamburger Gängeviertel nehmen sie sich ihrer gesellschaftlichen Verantwortung auf spezielle Weise an und setzen auf “Back-to-the-Roots” und das D.I.Y.-Prinzip der frühen Hip-Hop-Kultur. Etwas bewegt und Verantwortung übernommen zu haben, macht sie nicht nur stolz sondern vor allem glücklich und zufrieden.

Mehr Infos über das ZONENKINDER Kollektiv gibt es hier: www.zonenkindercollective.de.vu


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