PRAXIS

Dingfabrik

Netzwerken. Mitmachen. Öffentlich sein…


Am Anfang stand die Idee, eine Werkstatt für Bastlerinnen, Tüftler, Heimwerkerinnen und Designer aufzubauen. Und das ist den Machern gelungen. Unter der Woche verfolgen Ingenieure, Künstlerinnen, Programmierer, Strickfans, Drechselfreunde, Laubsägenbegeisterte und wie man sie sonst noch nennen will, ihre privaten Projekte, tauschen sich aus und bilden sich gegenseitig weiter. Ganz egal ob jung oder alt, männlich oder weiblich, erfolgreicher Manager oder arbeitsloser Sachbearbeiter. Jeden Freitag ab 19 Uhr bis in die Nacht steht die Dingfabrik auch Nichtmitgliedern zur freien Benutzung zur Verfügung und hier wird ebenfalls informiert, repariert und gebaut, was immer schon gebaut werden wollte und sollte, aber ohne Werkstatt nicht konnte.

Das Fablab-Prinzip

Die Dingfabrik Köln versteht sich als Fablab. Dazu muss sie Maschinen und Werkzeug zur Verfügung stellen – und diese kosten in der Regel Geld. Allerdings ist das Kaufen nur ein Weg, um Dinge nutzen zu können. Viel Werkzeug wurde von Rentnern & Rentnerinnen zur Verfügung gestellt, die altersbedingt ihre Werkstatt auflösten. Gegen Selbstabholung und einen Plausch bei Kaffee und Kuchen fanden so unzählige Schraubenschlüssel, Hämmer, Zangen und die ein oder andere Bohr- und Schleifmaschine den Weg in die Vereinsräume.

Die Werkbank der Dingfabrik

Andere Werkzeuge wurden von Vereinsmitgliedern als Dauerleihgabe mitgebracht, so dass in den ersten sechs Monaten eine beachtliche Werkzeugwand entstand. Bereits kurz nach der Gründung fand auch eine CNC-Modellbaufräse den Weg in die Dingfabrik, die bis dahin ihr Dasein ungenutzt im Keller eines freundlichen Spenders fristete. So ist ein Ort entstanden, an dem gemacht werden kann und wo sich Menschen, die machen wollen, gegenseitig dabei helfen können. Sicher ist das an vielen Stellen nerdig, aber Nerds bauen die Zukunft!

Die ganze Geschichte der Dingfabrik gibt es im Buch.

Über das Projekt

Die DINGFABRIK in Köln steht für den interdisziplinären Austausch durch Workshops und Vorträge sowie die Bereitstellung von Werkzeugen, Maschinen und einer Bastelwerkstatt. Schnell war aus der Idee des Coworking und dem Bedarf an einer Werkstatt der Gedanke eines Fablab geboren. Spenden, Geschenke und Dauerleihgaben ermöglichen dem „Bastelverein“ die tägliche Arbeit in der Gasometerfabrik in Köln. In der DINGFABRIK tauschen sich Ingenieure mit Strickfans aus, Künstler mit Drechselfreunden oder Programmierer mit Laubsägenerds. Eine spannende Hausgemeinschaft, die Heimat geworden ist – für Bastler, Tüftler, Heimwerker und Designer, für den arbeitslosen Sachbearbeiter genauso wie für den erfolgreichen Manager. Ein Ort, an dem gemacht werden kann und wo sich Menschen gegenseitig helfen und voneinander lernen.

Mehr erfahren: www.dingfabrik.de

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