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07/02/2012

la pampa ist tot! Lang lebe die Pampa…

Seit letzten Freitag ist es nun traurige Gewissheit: das la pampa Festival gibt es nicht mehr. Die Theorie, dass es im Leben immer ein Gleichgewicht braucht, schlägt nun auch in diesem Fall zu Buche. Denn es hat die Macher auf Dauer zu viel gekostet, so “ganz nebenbei” ein außergewöhnliches Event zu stemmen. Die daraus resultierenden Stressmomente nagen am Menschen und auch deshalb haben die Organisatoren jetzt ihren Schlussstrich gezogen. In der Stellungnahme der Pampanauten heißt es dazu:

“Die Gründe sind vielfältig, verjüngen sich jedoch zu der Erkenntnis, dass uns einfach die Kraft ausgeht. Am Ende waren es ein paar Windmühlen zu viel. Wir haben in den letzten knapp 5 Jahren mit viel Kreativität, Halbwissen, Geld und Idealismus la pampa aufgebaut. Vielen von euch hat das Festival bleibende Erinnerungen mit auf den Weg gegeben. Es war unser Baby und wurde weit und breit bekannt. Menschen kamen aus allen Teilen des Landes und weiter her, um eine gute Zeit mit guter Musik zu verbringen. Leider hat la pampa nie auch nur annähernd schwarze Zahlen erreichen können und für Venture-Kapitalgeber sind Indie-Festivals einfach nicht sexy genug. Unser künstlerischer Anspruch war nachweisbar zu groß für unser Portemonnaie. Nachdem wir uns nun also finanziell nicht mehr in der Lage sahen, das Festival selbst zu stützen, waren Gespräche für eine Lizenzierung samt inhaltlich konsistenter Fortführung in 2012 bereits weit fortgeschritten. Das finale Scheitern darf man daher durchaus zum Großteil dem deutschen Amtsschimmel anheften, der wiederholt das lange und vorerst aussichtsreiche Bemühen um eine neue Location verhindert hat. Details dazu werden wir öffentlich nicht weiter ausführen, denn das birgt lediglich Missmut. Schließlich und kurzum: Wir haben kein Geld und keine Kraft mehr, um das Fest so wie wir es uns vorstellen fortzuführen und ziehen daher hier und jetzt einen konkreten Schlussstrich.”

Good Times © Robert Zimmermann

Was bleibt, sind vier wundervolle und einzigartige Veranstaltungen, die ihre Besucher sehr glücklich gemacht haben. Sieht man alle diese lachenden Gesichter, ist das ein Lohn jenseits von Plus und Minus. Und was bleibt ist die Erfahrung, dass “Einfach machen” wirklich drin ist und gar nicht so schwer. Man braucht nur etwas Mut. Den Mut, einfach anzufangen. Und den hatten die Pampanauten im Übermaß. Das Lernen kam dann im Prozess und die Fehler vom Anfang wurden immerhin kein zweites oder drittes Mal gemacht. Damit nicht jeder die gleichen (manchmal auch harten) Erfahrungen machen muss, gibt es die Geschichte des la pampa Festivals bei PHASE 0 im Buch und auf dem Webportal nachzulesen.

Das la pampa Festival im Buch zu PHASE 0

Geschrieben von Michael in Allgemein, Inside View
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